Gesa Reher: „Die sieben Todsünden“ vom 18. Februar bis 21. April 2024

Der Bilderzyklus zum Thema „Die sieben Todsünden“ kommentiert klassischen Begriffe wie Habgier, Hochmut, Neid, Trägheit, Völlerei, Wollust und Zorn auf abstrakte Weise. Nach einer längeren Zeit des figurativen Arbeitens hat Frau Gesa Reher im Jahre 2020 damit angefangen, sich mit abstrakter Malerei zu beschäftigen.

"Dadurch kam unter anderem die Auseinandersetzung mit den klassischen „sieben Todsünden“ heraus, aber auch - wesentlich inspiriert durch den Orgelzyklus „Die Himmelfahrt“ von Olivier Messiaen - die entscheidende Idee, die von der Künstlerin empfundene musikalische Substanz des Werkes mit seinen 4 Meditationen in Form von 4 farbigen Gemälden malerisch darzustellen." Im Gegensatz zu den durch die Musik geweckten Emotionen der Orgelwerke gründen Rehers Gemälde zu den „sieben Todsünden“ jedoch auf Emotionen, die durch ethisch-moralische Begriffe hervorgerufen wurden.

Passend zur bald beginnenden Passionszeit wollen wir diese spannenden Werke in der Christus-Kirche zeigen, und zur Auseinandersetzung mit ihren zentralen Gehalten befragen. Ist dieses Thema heute noch aktuell? Die klassischen Begriffe bilden in gewisser Weise immer noch die Folie für anthropologische Grundkonstanten, wenngleich sie in der Moderne eine begriffliche Verschiebung erfahren haben mögen. So ist die „Habgier“ nicht nur im sogenannten Heuschreckenkapitalismus genauso greifbar wie selbstzerstörerischer „Zorn“ im Hass rassistischer und persönlicher Gewalt. Auch in der klassischen wie modernen Literatur entdecken wir eine Fülle von diesen Themen. Die Ausstellung soll flankiert werden von theologischen Fragestellungen in den jeweiligen Gottesdiensten während der Passions- und Osterzeit. Rehers Werke sind bei Interesse käuflich zu erwerben, das Format der Bilder beträgt 100 x 120cm. Weitere Informationen dann in der Ausstellung selbst. Ich bin gespannt auf diese Auseinandersetzung, kommen Sie gern in die Gottesdienste oder an den Tagen unserer Kirchenöffnungszeiten.